18. Haltungs- und Bewegungsorgane, rheumatische Krankheiten – Übersicht
Teil B Nr. 18 umfasst unter anderem degenerative und posttraumatische Schäden, entzündlich-rheumatische Krankheiten, Kollagenosen, Vaskulitiden, Erkrankungen der Weichteile, Muskelkrankheiten, Wirbelsäulen- und Beckenschäden sowie Schäden der oberen und unteren Gliedmaßen.
Für die Bewertung kommt es entscheidend auf die funktionellen Auswirkungen an. Bildgebend nachgewiesene Veränderungen oder die bloße Tatsache einer Operation begründen für sich allein noch keinen GdS. Außergewöhnliche Schmerzen können zusätzlich zu berücksichtigen sein.
Die nachfolgenden Unterseiten führen die Bewertungsmaßstäbe und GdS-/GdB-Werte der einzelnen Abschnitte im Detail auf.
18.1 Allgemeines
Grundregeln zu Funktionsbeeinträchtigungen, Schmerzen, Bildgebung, Operationen, Neutral-Null-Methode und osteopenischen Krankheiten.
18.2.1 Entzündlich-rheumatische Krankheiten
Zum Beispiel Bechterew-Krankheit; Bewertung nach Funktionseinbußen, Beschwerden, Krankheitsaktivität und Organbeteiligung.
18.2.2 Kollagenosen
Zum Beispiel systemischer Lupus erythematodes, systemische Sklerose und Polymyositis/Dermatomyositis.
18.2.3 Vaskulitiden
Zum Beispiel Panarteriitis nodosa und Polymyalgia rheumatica; Bewertung nach Organbeteiligung und Allgemeinzustand.
18.3 Nicht-entzündliche Krankheiten der Weichteile
Bewertung nach Art und Ausmaß der Organbeteiligung sowie den Auswirkungen auf den Allgemeinzustand.
18.4 Fibromyalgie, CFS und MCS
Fibromyalgie, Chronisches Fatigue Syndrom (CFS), Multiple Chemical Sensitivity (MCS) und ähnliche Syndrome werden analog nach den funktionellen Auswirkungen beurteilt.
18.5 Chronische Osteomyelitis
Bewertung insbesondere nach Lokalisation, Ausdehnung, Aktivität, Fisteleiterung, Allgemeinzustand und Folgekrankheiten.
18.6 Muskelkrankheiten
Bewertung nach dem Ausmaß der Muskelschwäche sowie gegebenenfalls zusätzlichen Auswirkungen auf innere Organe, Schlucken, Sprechen oder Augenmuskeln.
18.7 Kleinwuchs
Bewertung nach Körpergröße nach Abschluss des Wachstums; zusätzliche Funktionsstörungen sind gesondert zu berücksichtigen.
18.8 Großwuchs
Großwuchs allein begründet noch keinen GdS; insbesondere psychoreaktive Störungen können relevant sein.
18.9 Wirbelsäulenschäden
Bandscheiben, Bewegungseinschränkung, Instabilität, Wirbelsäulensyndrome, Spinalkanalstenose, Skoliose und außergewöhnliche Schmerzsyndrome.
18.10 Beckenschäden
Bewertung nach den funktionellen Auswirkungen und gegebenenfalls der Deformierung des Beckens.
18.11 Gliedmaßenschäden, Allgemeines
Allgemeine Regeln zu Gliedmaßenverlusten, Stumpfverhältnissen, Hilfsmitteln, Pseudarthrosen und habituellen Luxationen.
18.12 Endoprothesen
Mindestwerte für Endoprothesen bei bestmöglichem Behandlungsergebnis sowie Berücksichtigung eingeschränkter Versorgungsqualität.
18.13 Schäden der oberen Gliedmaßen
Arm, Schulter, Ellenbogen, Unterarm, Hand, Finger und Nervenausfälle der oberen Extremität.
18.14 Schäden der unteren Gliedmaßen
Bein, Hüfte, Knie, Unterschenkel, Fuß und weitere Funktionsstörungen der unteren Extremität.